Bretagne-Kalender
: Kerdruc
Im Roman „Bretonische Verhältnisse“ hat Dupin genug von dem Touristenrummel in Pont Aven. Deshalb führt ihn die Kunsthistorikerin Madame Cassel in die idyllisch gelegene Petite Auberge de Kerdruc direkt am kleinen Hafen von Kerdruc aus. Bei Austern aus dem Fluss Bélon und gegrilltem Seeteufel unterhalten sie sich über Charles Sauré, den Sammlungsleiter des Musée d’Orsay in Paris, der mit seiner vermeintlichen Entdeckung des unbekannten Gauguin an die Presse gegangen ist.
: Der Steinkreis Cromlec‘h auf der Île d‘Ouessant
Der laut Inspektor Riwal siebentausend Jahre alte Steinkreis Cromlec’h an der Pointe d’Arlan auf der Île d‘Ouessant spielt im Roman „Bretonische Sehnsucht“ eine bedeutende Rolle. Dupin wird auf die Insel gerufen, um den Tod eines Musikers aufzuklären. Am Cromlec’h, dem Reich der Druidinnen, sucht er vergeblich nach dem verschollenen Lied daou kilik, immer wieder ermahnt von Riwal, nicht ins Innere des magischen Zirkels zu treten und Steine zu berühren oder gar zu entfernen.
: Die Insel Molène
Die fast kreisrunde Granitinsel Molène misst 1000 Meter in der Länge und 850 Meter an ihrer breitesten Stelle. Im Roman „Bretonische Flut“ residiert der sogenannte Fischerkönig Charles Morin u.a. in einem alten Fischerhaus am alten Inselhafen. Nach der äußerst unerfreulichen Begegnung mit dem verletzten Morin läuft Dupin den in einer Stunde um die Insel herumführenden schmalen Küstenpfad entlang. Er muss sich beruhigen und braucht Zeit zum Nachdenken.
: Pornic
Frisch vermählt begeben sich Dupin und Claire im Roman „Bretonischer Ruhm“ auf Hochzeitsreise ins Département Loire-Atlantique. Sie haben sich in ein Weingut nahe dem malerischen Hafenstädtchen Pornic eingemietet. In Pornic speist man vorzüglich direkt an der Promenade im gehobenen Restaurant Marius. Der Kommissar genießt hier seine diversen Cafés und wird zu seinem Ärger von einem Paparazzo fotografiert, gemeinsam mit Claire und der Besitzerin des Weinguts.
: Auf der Insel Callot
Im Roman „Bretonische Versuchungen“ wohnt Maëlle Columbani, die Besitzerin des Schokoladenunternehmens Grain de Sail, auf der Gezeiteninsel Île Callot nördlich von Carantec. Über die nur bei Ebbe befahrbare Straße besuchen Dupin und Nolwenn Madame Columbani in ihrem gleich in der vorderen Bucht gelegenen alten Fischerhaus. Sie wollen Madames Meinung zu den sich überschlagenden Ereignissen in der Chocolaterie Zerua in der Ville Close von Concarneau erfahren.
: Île de Sein
Aus exakt 52,90 Meter Höhe winkt der Inseldoktor Manet im Roman „Bretonische Flut“ vom Grand Phare de I’Île de Sein Dupin und Rival nach oben. Der Kommissar fasst sich ein Herz und erklimmt über die steile Wendeltreppe und eine fast senkrecht führende Leiter die schmale Plattform. Oben ist er überwältigt von dem unendlich weiten Blick über die Insel und die 25 km lange Chausée de Sein mit ihren unzähligen, nur knapp aus dem Wasser ragenden felsigen Inselchen.
: Die Küste bei Rothéneuf
Im Roman „Bretonische Spezialitäten“ sichtet Dupin vom Kreuz eines Felsvorsprungs nahe Saint Malo gruselige Fratzen, die ihm einen gehörigen Schrecken einjagen. Später erfährt er, dass es sich dabei um Les Rochers Sculptés von Rothéneuf handelt, mehr als hundert Jahre alte verwitterte Skulpturen, die Abbé Fouré in die Granitfelsen gemeißelt hat. Der Besuch der etwa 300 dicht aneinander gedrängten Figuren in grandioser Natur oberhalb des Meeres ist ein einmaliges Erlebnis.
: Der Phare de l’Île Vierge bei Lilia
Im Roman „Bretonische Nächte“ beobachtete die kürzlich verstorbene Tante von Dupins Kollegen Kadeg auf der Halbinsel Lilia an der Mündung des Aber immer wieder besonders große Raubseeschwalben, die sie akribisch in ihr Vogelbeobachtungsbuch eintrug. Victor Contel, der jüngere, missgünstige Bruder der alten Dame, lebt in dem hübschen Dorf Lilia auf der Halbinsel in einem großen Herrenhaus direkt hinter der Bucht, um die sich der Ort gruppiert.
: Sauzun auf der Belle-Île
Im Roman „Bretonische Idylle“ ermittelt Dupin auf der Belle Île. Gemeinsam mit Rival übernachtet er im Ferienhaus von Rivals Schwester im malerischen Örtchen Sauzun. Das Restaurant du Phare mit seinen um den Leuchtturm zwischen bunten Fischerboxen gruppierten Tischen bezeichnet Riwal als den schönsten Ort der Insel, während sich Dupin gerne im einheimischen Café Le Tilleul mit Blick über die langgezogene Hafenbucht sein typisches Frühstück, Café und Croissant, genehmigt.
: Die Cornouaille bei Port Manec‘h
Im Roman „Bretonische Verhältnisse“ ging Loic Pennec, der Sohn des getöteten Hotelbesitzers aus Pont Aven gerne auf diesem Pfad nahe zweier Flussmündungen spazieren. Eines Tages stürzt er oberhalb des einsamen Plage de Tahiti die steilen Klippen hinab – war es ein Unfall, Suizid oder gar Mord? Zu Beginn des Weges liegt an der Mündung des Aven der kleine Hafenort Port Manec´h, in den es Dupin auf der Suche nach einem verschollenen Originalgemälde von Gauguin verschlägt.
: Auf der Halbinsel Sainte-Marguerite
Im Roman „Bretonische Nächte“ wird Inspektor Kadeg auf dem Anwesen seiner kürzlich verstorbenen Tante am Aber Wrac’h angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Seine Cousine Sophie Gautier will derweil auf dem Zöllnerpfad zur Halbinsel Sainte Marguerite spaziert sein. Kadegs Cousin Maxime, Besitzer mehrerer Cidrerien, wohnt auf der Halbinsel, während sich sein Büro 150 Meter entfernt auf der vorgelagerten Privatinsel Cézon befindet, die er bei Ebbe zu Fuß erreichen kann.
: An der Rosa Granitküste nahe Trégastel
Im Roman „Bretonisches Leuchten“ wird Kommissar Dupin in einer Gemeinschaftsaktion von seiner Sekretärin Nolwenn, seinem Hausarzt Docteur Garreg und Claire zum Urlaub und striktem Arbeitsverbot in Trégastel an der spektakulären Rosa Granitküste verdonnert. Trotz der atemberaubenden Szenerie mit den riesengroßen bizarr geformten Felsbrocken langweilt sich Dupin entsetzlich, bis eine Frau aus ihrem Hotel verschwindet und die Ereignisse sich überschlagen.