Venedig-Kalender

: Ca‘ Foscari

In der frontal im Bild links neben dem einbiegenden Rio zu sehenden Ca‘ Foscari in Dorsoduro lehrt Paola Brunetti englische Literatur. Das Verbrechen macht auch vor der Studenten nicht Halt. So muss Paolas Gatte im Roman „Die dunkle Stunde der Serenissima“ den Mord an Claudia Leonardo und im Roman „Nobilta“ den mysteriösen Tod von Roberto Lorenzoni aufklären. Im Roman „Tierische Profite“ studiert Raffi hier an der Universität die Geschichte des modernen Italiens.

: Am Rio dei Bareteri nahe der Chiesa di S. Salvador

Nahe diesem idyllischen Fleckchen im sonst so trubeligen Sestiere San Marco befindet sich die Barockkirche San Salvador. Im Roman „Nobiltà“ geben hier Familie und Freunde Roberto Lorenzoni sein letztes Geleit, der skrupellosen Geschäften mit radioaktivem Material zum Opfer fiel. Zu Brunettis Unmut wird die Trauergesellschaft flankiert von Touristen, die Tizians Verkündigung und das Grabmal der Caterina Corner, der letzten Königin von Zypern, besichtigen wollen.

: Blick vom Palazzo Malipiero auf das Hotel Stern

Mysteriöse Todesfälle in ihrem Seniorenheim mit dem idyllisch am Canal Grande in San Marco gelegenen Park zwingen den Commissario im Film „Sanft entschlafen“ dazu, seine Mutter für ein paar Tage bei sich aufzunehmen. Im Palazzo Stern links gegenüber im Sestiere San Polo wurden bis zu dessen Umwidmung in ein Hotel die Innenaufnahmen der Questura gedreht. Signorina Elettra bekam das schönste Büro mit dem Balkon zugesprochen, gleich neben Pattas Amtszimmer.

: Der Canal Grande an der Chiesa S. Maria della Salute

In der Verfilmung von „Venezianisches Finale“ überqueren Signorina Elettra und der Commissario im Traghetto den Canal Grande. Auf der kurzen Überfahrt zum Anleger Dogana in Dorsoduro berichtet Elettra ihrem Chef das Ergebnis ihrer Recherchen über die Opernsängerin Flavia Petrelli. Sie scheint nicht das einzige Ensemble-Mitglied zu sein, das dem während einer Aufführung im Teatro La Fenice verstorbenen Stardirigenten Wellauer keine Träne nachweint.

: Eisenwarenladen nahe dem Campo S. Giacomo da l‘Orio

Um die Kinder vor den investigativen Fragen ihres von seinem aktuellen Fall im Roman „Das Mädchen seiner Träume“ gefangengenommenen Vaters zu schützen, schickt Paola sie noch vor Beendigung des Mittagessens an den Campo S. Giacomo da l’Orio zum Eis holen. Die Gelateria Majer in Santa Croce, die Paolas geliebtes Feigeneis verkauft, liegt auf der anderen Seite der Brücke. Der Weg zur Gelateria und zum Campo führt an diesem malerischen Eisenwarenladen vorbei.

: Der Canal Grande vor der Ca‘ Sagredo

Nur als Kulisse wurde im Film „Reiches Erbe“ am Hotel Ca‘ Sagredo in Cannaregio (auf der rechten Seite des Canals) ein Restaurant mit diesem Blick über den Canal Grande, aufgebaut. Das Ehepaar Patta diniert hier, als Brunetti die traute Zweisamkeit stört. Am selben Platz befindet sich auch die Bar Sofia, in der im Roman „Beweise, dass es böse ist“ Signora Gismondi, die Nachbarin der missliebigen Signora Battestini, deren Haushaltshilfe das letzte Eis ihres Lebens spendiert.

: Ponte Chiodo

Das Corte dei Conti, das Kriminalgericht rechts im Bild, befindet sich direkt an der Rialtobrücke im Sestiere San Polo. Dort trifft sich im Roman „Vendetta“ Commissario Brunetti mit dem Vorsitzenden Richter Beniamin, um nähere Informationen über den in einem Zugabteil erschossenen renommierten Anwalt Trevisan einzuholen. Der Richter ist schwer gezeichnet von der Trauer um seinen Sohn Roberto, der kurz zuvor an einer Überdosis Drogen gestorben war.

: Corte dei Conti, das Kriminalgericht

Im Roman „Blutige Steine“ stürzt ein sogenannter „Vucumpra“, ein illegaler afrikanischer Straßenhändler, auf der kopflosen Flucht vor seiner wohl ersten Razzia von der geländerlosen Ponte Chiodo im Sestiere Cannaregio in den Rio S. Felice. Sein Verfolger Sergente Gravini springt ihm nach und „rettet“ ihn aus dem flachen Kanal, was bei einigen der Carabinieri-Kollegen nicht unbedingt auf Anerkennung, sondern eher auf Hohn und Spott stößt.

: Rielo

Auf der kleinen Ponte Rielo im hinteren Castello entgeht der nichts ahnende afrikanische Straßenhändler Nando im Film „Blutige Steine“ nur knapp einem Anschlag. Seine Rettung ist eine Kinderschar, die dem Scharfschützen vor die Flinte läuft. Bereits am Campo S. Stefano wurde Nando einige Tage davor unter Beschuss genommen und schwer verwundet von seiner Schwester Zaina wieder aufgepäppelt, die in der Nähe der Ponte Rielo am Campazzo del l’Erba wohnt.

: An der Riva dei Sette Martiri

Von der grünen Lunge Venedigs, den von Napoleon in Auftrag gegebenen Giardini, kann man herrlich die Riva dei Sette Martiri mit Traumblick auf das einzigartige Panorama bis zum Markusplatz flanieren. Vorbei an der Wohnung von Signora Ruffolo im Haus Nr 1454 aus dem Film „Endstation Venedig“, der Mutter des Kleinganoven Giuseppe, die den Commissario mit ihrem seiner Meinung nach besten Caffè der Welt Giuseppe gegenüber milde stimmen möchte.

 

: Viale Garibaldi bei Nacht

Die einzige Parkallee Venedigs, die romantische Viale Garibaldi in Castello wird im Roman „Tod zwischen dem Zeilen“ dem ehemaligen Priester und Bücherdieb Aldo Franchini zum Verhängnis. Auf einer der roten Parkbänke wird er vom ehemaligen Lebensgefährten von Signora Marzi aus blinder Eifersucht krankenhausreif geschlagen. Glücklich, diesen Angriff überlebt zu haben, wird er später aus anderen Gründen in seiner Wohnung brutal zu Tode gequält.

 

: Die Chiesa dei S. Giovanni e Paolo und das Portal des Ospedale Civile links daneben

Von der Aussichtsterrasse des Fontego dei Tedesco an der Rialtobrücke fällt der Blick auch auf die in Castello gelegene Chiesa dei SS Giovanni e Paolo, der Grablege vieler Dogen und Adelsfamilien. Im Roman „Endlich Mein“ opfert Brunetti eine Kerze für seine verstorbene Mutter, nicht ohne die zahlreichen Kunstschätze zu bewundern. Hinter den (nur in den Büchern?) berüchtigten Mauern des angrenzenden Ospedale Civile links im Bild kämpfen etliche Protagonisten um ihr Leben.